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  • Stadt Wettin

    Stadtdaten



    Bundesland: Sachsen-Anhalt
    Kreis: Saal
    Geografische Lage: Koordinate: 51° 34' 59" n. Br. 11° 48' 0" ö. L.
    Höhe: 73 m ü. NN
    Fläche: 16,85 km²
    Einwohner: 2.139 (30. Juni 2004)
    Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km²
    Postleitzahlen: 06198-06198
    Telefonische Vorwahl: 034607
    Kfz-Kennzeichen: SK
    Gemeindeschlüssel: 15 2 65 055
    Stadtgliederung: 4 Ortsteile Adresse der Verwaltungsgemeinschaft: Markt 01 06193 Löbejün

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    Geschichte der Stadt Wettin


    Seit dem 6. Jh. n. Chr. siedelten sich östlich der Saale slawische Stämme (Sorben) an. Aus dem Sorbischen kommt auch der jetzige Name „Wettin.“ Die Sorben erweiterten die Zufluchtsstätte zu einer Grenz- und Schutzburg gegen die Franken, die seit der 1. Hälfte des 8. Jh. ihren Einfluss im sächsisch-thüringischen Bereich verstärkten.

    Unter Kaiser Karl dem Großen geriet dieses Gebiet endgültig unter den fränkischen Machtbereich. Entlang der Saale errichteten die Franken Grenzburgen.(Magdeburg, Rothenburg, Bernburg). Da sich auf der Wettiner Seite der Saale eine Reihe von slawischen Burgen befanden, lässt sich vermuten, dass der günstig gelegene Felsrücken als slawische Schutzeinrichtung diente.

    Durch Otto I. wurde Wettin im Jahre 961 erstmals in Form einer Städtegründungsurkunde erwähnt. Der 1. König sächsischer Herkunft war Heinrich I., welcher der Stadt Wettin das Marktfleckenrecht verschaffte und das aufgrund der oben erwähnten geografischen Lage. Die erste Beschiffung der Saale wurde 981 beschrieben, als die Überführung der Leiche des Erzbischof's Adalbert von Giebichenstein nach Magdeburg auf dem Floß erfolgte.

    Um 997 regierten die Herren de tri Buzici, die späteren Wettiner, auf der Burg. Dedi, der erste Besitzer legte den Grundstein für den weiteren Ausbau der Befestigungsanlage der Burg. Nach dem Tode Dietrichs II. um 1035, übernahm sein Enkel Thimo die Herrschaft. Er nannte sich als erster „Graf von Wettin“ und ging so in die Annalen des Hauses Wettin ein. Er war auch der erste bedeutende Bauherr der Burg Wettin und ließ den gesamten Südflügel im Fachwerkstil errichten. 1050 baute er zum Schutz der Unterburg und zur Verbesserung der Verteidigung die Oberburg. Thimos Enkel Konrad der Große, Sohn Thimos II., gilt als der bedeutenste Wettiner der Frühzeit und und eigentlicher Stammvater des Wettiner-Fürstengeschlechts.

    Konrad der Große wurde 1098 auf der Burg in Wettin geboren. Um 1119 heiratete er Luitgard, die Tochter des schwäbischen Grafen Adalbert von Elchingen. Konrad war es auch, der das Vermächtnis seines Bruders erfüllte, das Kloster St. Peter auf dem Lautersberg (Petersberg) vollendete und es zur Grablege der Wettiner bestimmte. Er ist in die Geschichte eingegangen und hat es verstanden in seinem Leben einige Dinge in Bewegung zu setzen, die uns heute noch Respekt abverlangen. Als kleiner Landgraf ist er geboren, dann konnte er sich Markgraf von Meißen, der sächsischen Ostmark, Graf von Brehna, Graf von Eilenburg, Graf von Camburg, Graf von Groitzsch, Graf von Zörbig, Herr von Bautzen und so weiter nennen. Er führte auch den Fürstenzug an, dessen Bild in Dresden am Stallhof auf Meißner Kacheln dargestellt ist.

    1156 legte Konrad I. alle seine Ämter nieder und trat ins Kloster ein, zuvor hatte er noch seine Lehen und Allodien rechtswirksam unter seine 5 Söhne verteilt. 1157 ist er im Alter von 59 Jahren verstorben und in der Mitte der Klosterkirche auf dem Petersberg neben seiner Gemahlin bestattet. Nach Konrads Tod wechselten die Besitzer der Burg häufig und jeder nahm bauliche Veränderungen vor.

    So fiel nach dem Tode Otto des IV. die Burg an das Erzstift Magdeburg, welches sie bewirtschaften ließ. Die Oberburg teilte sich das Schraplausche und das Trothasche Lehen. Die Unterburg wurde im Jahre 1441 verkauft, der Saaleflügel an die Familie von Ammendorf, die Häuser auf der Stadtseite erwarb die Familie Aus dem Winkel. Die Familie von Ammendorf verzog nach Rothenburg.

    Nun bewohnten und bewirtschafteten die Aus dem Winkel in mehreren Generationen die Burg. Sie ließen 1606 den Winkelturm im Renaissancestil errichten und legten zwischen Ober- und Unterburg einen Lustgarten mit Orangerie an, welcher dann 1873 abgerissen wurde.

    Unter Prinz Louis-Ferdinand, dem die Burg von 1803-1806 gehörte, wurden viele Verschönerungen vorgenommen, wovon heute leider nur noch der schöne Uhrenerker am Stadtflügel zu sehen ist. Als dann die Burg an die preußische Krone zurückfällt, wird sie entgegen ihrer Bedeutung verwaltet. Die Oberburg wurde Domäne und im Stadtflügel der Unterburg richtete man eine Brauerei, Brennerei, Malzdarre, Torfhaus und Unterkünfte für Gastarbeiter ein.

    1912 versuchte Prof. Dr. Freiherr von Weißenbach das Interesse des Wettiner Fürstenhauses für eine Restaurierung der Burg zu wecken, was aber sein früher Tod verhinderte. 1926 gründete sich die Bau- und Verwaltungsgesellschaft der Burg Wettin, zu der sich der thüringisch-sächsische Geschichtsverein, der Königin-Louise-Bund, der Großdeutsche Jugendbund u.a. zusammenfanden.

    Den Nationalsozialisten diente sie ab 1933 als Gauparteischule. Heute beherbergt sie das Burggymnasium. Die Wettiner prägten eine mitteldeutsche Kulturlandschaft und hinterließen ihre Spuren in ganz Europa. Das Wettiner Territorium war zu seiner Zeit eines der mächtigsten Fürstentümer in Deutschland und ermöglichte Luther die Reformation. Es hielt schützend die Hand über ihn, so dass dieser seine Arbeit verrichten konnte.

    Den Reichtum verdankten die Wettiner den Bergleuten des Erzgebirges, sie holten für sie das Silber aus dem Berg. Der letzte König von Sachsen, Friedrich August der III., dankte 1918 ab. Das Wettiner Fürstengeschlecht regierte 829 Jahre in ununterbrochener Reihenfolge.

    Quelle: Stadt-Homepage



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