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  • Stadt Westerland

    Stadtdaten


    Bundesland: Schleswig-Holstein
    Kreis: Nordfriesland
    Geografische Lage: 54° 53' N, 8° 18' O
    Höhe: 3 m ü. NN
    Fläche: 10,45 km²
    Einwohner: 8.994 (31. Dezember 2002)
    Bevölkerungsdichte: 861 Einwohner je km²
    Postleitzahlen: 25969 - 25980
    Telefonische Vorwahl: 04651
    Kfz-Kennzeichen: NF
    Gemeindeschlüssel: 01 0 54 151
    Adresse der Stadtverwaltung: Andreas-Nielsen-Str. 1 25969 Westerland

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    Geschichte der Stadt Westerland


    Am 1. November 1436, mit der Allerheiligenflut, hört der Ort Eidum, als Vorgänger von Westerland, auf zu existieren. Die wenigen Überlebenden suchen sich einen neuen Siedlungsplatz, in sicherer Entfernung vor dem Meer, nordöstlich ihres bisherigen Wohnortes (inselfriesischer Name Wäästerlön).

    Die Inselbewohner haben im Laufe der Jahrhunderte sehr unter den Naturgewalten zu leiden. Zum einen verschlingen die Sturmfluten große Teile des fruchtbaren Marschlandes, überschwemmen die Wiesen und Äcker mit Salzwasser und vernichten Menschen, Tiere und Wohnstätten, zum anderen begräbt der Dünensand durch den stetigen Westwind Ackerland und Dörfer. Die Menschen sind daher schon sehr früh gehalten, sich andere Erwerbsquellen zu erschließen, wie z.B. die Heringsfischerei, die Salzgewinnung, später den Walfang und ab etwa 1854 den Fremdenverkehr.

    Eine größere Zahl von Badegästen hält erstmals 1854 Einzug auf Sylt. Bereits ein Jahr später wird die erste Badekarre aufgestellt. Das Jahr 1855 gilt allgemein als das Gründungsjahr des Bades. Ein großer Verfechter der Heilkraft des Meeres und der Seeluft ist der Altonaer Arzt Dr. Roß, auf dessen Anregung bereits 1857 das Seebad Westerland gegründet wird. Wulf Manne Decker, der Sohn des damaligen Strandinspektors, wird der erste Badedirektor. Trotz der Wirtschaftsblüte nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 sind die Mittel jedoch bald erschöpft, so dass das Bad bereits 1872 an einen "Fremden" verkauft wird.

    1878 wird das erste Westerländer Kurhaus, genannt Konversationshaus, an fast derselben Stelle wie das heutige Rathaus, aus schwedischem Blockholz gebaut. Unglücklicherweise brennt bereits im September das Konversationshaus vollständig ab. Die Gemeinde beschließt, für den Neubau, der an gleicher Stelle erfolgen soll, einen Wettbewerb auszuschreiben. Vielfältige Vorgaben wie z.B. Räumlichkeiten für Konzerte, Theatervorstellungen und Vorträge, sowie Leseräume, Restauration und Beherbergungsmöglichkeiten sind dabei zu beachten. Am 15. August 1897 erfolgt die Grundsteinlegung für das neue Kurhaus, am 9. April 1897 findet das Richtfest statt und am 19. Juni des darauffolgenden Jahres wird das im nordisch-friesischen Stil erbaute Gebäude feierlich eingeweiht.

    Schon bald entwickelt sich Westerland zum zentralen Ort der Insel Sylt. Bereits 1888 erhalten die Westerländer Straßen Namen, ein Jahr später wird das erste Wohnungsauskunftsbüro eingerichtet, 1892 das Postamt (jetzt Alte Post) erbaut und ab 1893, mit der Errichtung eines Elektrizitätswerkes, können Häuser und Straßen elektrisch beleuchtet werden. Mit der Weiterentwicklung des Seebades erhält Westerland 1901 ein eigenes Wasserwerk und eine Straßenkanalisation. Zudem wird 1902 als revolutionäre Neuheit das erste Familienbad eingerichtet. Bisher erfolgte eine strikte Trennung zwischen dem Damenbad und dem Herrenbad.

    Im Jahr 1905 erhält Westerland endlich durch kaiserlichen Erlass sein Stadtrecht! In den folgenden Jahren entwickelt sich Westerland zu einem internationalen Mode- und Vergnügungsbad. Waren es im Jahr 1900 noch 13.639 Gäste, werden 1913 bereits 30.931 Personen gezählt. Alle berechtigten Hoffnungen auf weiteren Ausbau des Fremdenverkehrs sind jedoch ab 1914 mit dem Beginn des 1. Weltkrieges vorerst beendet. Die Insel wird zum Kriegsgebiet erklärt und für Fremde besteht ein Betretungsverbot. Aber nach Kriegsende beginnen die Westerländer erneut, die Stadt für den Fremdenverkehr auszubauen. Im Kurhaus werden zuerst Vergnügungsstätten, Bars und Spielsäle eingerichtet. Von der Errichtung einer neuen Seebadeanlage und verstärktem Werbeaufwand erhoffen sich die Westerländer wachsende Gästezahlen. Doch trotz der Einweihung des Hindenburgdammes am 1. Juni 1927 können die Gästezahlen der Vorkriegszeit leider nicht wieder erreicht werden. Zwar sind kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges wieder steigende Gästezahlen zu verzeichnen, aber auch dies verändert die Situation nicht spürbar. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wird die Insel erneut zum Festungsgebiet erklärt und damit für alle Gäste gesperrt.

    Ab 1945, nach Kriegsende, müssen darüber hinaus Tausende von Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten aufgenommen werden, für die es weder Wohnraum noch Erwerbsmöglichkeiten gibt. Eine große Zahl von Hotels, Pensionen und Privathäusern sind zudem von der englischen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Auch die Währungsreform 1948 bringt Westerland zunächst einen unvorhergesehenen Rückschlag.

    Trotzdem wird unaufhaltsam am Wiederaufbau des Fremdenverkehrs gearbeitet. Bereits 1933 beschließen die Westerländer Stadtverordneten, das Kurhausgebäude in ihr Rathaus umzuwandeln und die Stadtverwaltung dort unterzubringen. Als neue Einrichtung führen nach dem Vorbild der englischen Besatzungsmacht Autozüge über den Hindenburgdamm. 1949 erhält Westerland seine Anerkennung als Nordseeheilbad und die Fremdenverkehrswirtschaft erholt sich langsam. Im Juni dieses Jahres beginnt eine bis zum heutigen Tag für beide Seiten positive Zusammenarbeit mit dem "Casino Westerland", das am 4. Juni 1949 als "kleinste Spielbank Deutschlands" eingeweiht wird. Damit ist das Leben wieder verstärkt auf den Kurgast ausgerichtet. Bereits im Gründungsjahr verzeichnet das Casino über 20.000 Besucher. Die bei der Eröffnung ausgesprochene Hoffnung, dass sich das Casino zum Segen der notleidenden Bevölkerung auswirkt, da ein Teil des Gewinnes sozialen Zwecken zufließt, hat sich erfüllt. Zudem ist der bis dahin befristete Spielbetrieb seit über 20 Jahren auf das ganze Jahr ausgeweitet. 1955 feiert das Bad sein 100jähriges und die Stadt ihr 50jähriges Bestehen.

    Am 16./17. Februar 1962 sucht eine Jahrhundertflut die Insel heim. Daraufhin werden am Westerländer Weststrand die ersten Tetrapodenketten zum Inselschutz errichtet. Mit der Einweihung des ersten Wellenbades (1964) und dem Bau des neuen Kurzentrums (1966-1977) mit Kursaal, Kongresssaal, Gaststätten, Hotels und Eigentumswohnungen nimmt der Fortschritt in Westerland seinen Lauf. 1972 erfolgt die erste von vielen Sandvorspülungen. Die Gefahr, die von den Sturmfluten ausgeht, bleibt jedoch präsent und ist heute aktueller denn je. So wird die Insel Sylt in der Nacht vom 03. auf den 04. Dezember 1999 von einem der stärksten Orkane des Jahrhunderts (Anatol) überrascht.

    Im Zuge der Grundrenovierung des Alten Kursaales am Rathausplatz, Beginn 1985, erhält der Saal sein ursprüngliches Tonnengewölbe wieder, das lange Zeit verborgen war. Etwa zur gleichen Zeit wird das gesamte Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. In den darauffolgenden Jahren wird das Gebäude innen und außen etappenweise renoviert und erstrahlt rechtzeitig zum 100sten Geburtstag am 19. Juni 1998 in neuem Glanz.

    Parallel dazu verändert sich das Westerländer Ortsbild. Umfangreiche Baumaßnahmen mit großem Investitionsvolumen steigern die Attraktivität dieses Fremdenverkehrsschwerpunktes Westerland. Die Einweihung des Freizeitbades "Sylter Welle" 1994, die Fertigstellung des Schützenhauses 1998 und die großflächige Neugestaltung des Bereiches um den Bahnhof und den Busbahnhof (ZOB), ebenfalls 1998, sind richtungweisend für Westerlands Zukunft. Ganz aktuell ist derzeit die Beratung und Beschlussfassung der politischen Gremien zur Gestaltung des Innenstadtbereiches (Wilhelmstraße, Friedrichstraße, Stephanstraße, Rathausvorplatz, Promenade) im Zuge eines Gestaltungswettbewerbes, der im Jahr 2000 durchgeführt wird.

    Parallel zu den städtebaulichen Maßnahmen wird das alte Kurmittelhaus, das als Folge der Gesundheitsreform nicht mehr wirtschaftlich arbeiten kann, in ein modernes Wellness-Zentrum, das Syltness-Center, umgewandelt. Ergänzend dazu sollen mit einem in Planung befindlichen Aquarium, einer ansprechenden Mischung aus "Education" (Lernen) und "Entertainment" (Unterhaltung), verstärkt die Gästegruppen der Familien und Jugendlichen angesprochen werden. Außerdem setzt die Fremdenverkehrswirtschaft verstärkt auf sportliche Events wie z.B. den Surf-World-Cup, Catamaran-Regatten, Beachvolleyball, u.ä. Insgesamt verschärft sich die Wettbewerbssituation im Fremdenverkehr. Aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten und innovativen Ideen kann sich Westerland jedoch weiterhin als einer der Vorreiter auf diesem Markt bezeichnen und verstärkt auf seine Angebotsvielfalt und Qualität setzen.

    Quelle: Stadt-Homepage



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