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  • Stadt Unna

    Stadtdaten


    Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    Regierungsbezirk: Arnsberg
    Kreis: Unna
    Fläche: 88,52 km²
    Einwohner: 68.932 (31. Dezember 2004)
    Bevölkerungsdichte: 787 Einwohner/km²
    Höhe: 65-220 m ü. NN
    Postleitzahlen: 59423, 59425, 59427
    Telefonische Vorwahlen: 02303, 02308
    Geografische Lage: 51° 32' N, 7° 41' O
    Kfz-Kennzeichen: UN
    Gemeindeschlüssel: 05 9 78 036

    Surftipps zur Stadt


    Stadt-Homepage - Internetauftritt der Stadt

    Geschichte der Stadt Unna


    Der erste Unnaer

    dürfte so vor 5000 Jahren gelebt haben, war sesshaft und betrieb hier Ackerbau und Viehzucht. Der fruchtbare Lössboden dieses Gebietes förderte die frühe Besiedlung. Funde aus der Jungsteinzeit (3000 v. Chr.) bis zur fränkischen Merowingerzeit (700 n. Chr.) weisen darauf hin. Durchzogen wird dieser Raum durch den „Hellweg", der am Nordrand des Haarstrangs auf einer 100-Meter-Höhenlinie die einzelnen Siedlungen miteinander verband und darüber hinaus als Heer- und Handelsweg zwischen Rhein (Duisburg) und Weser (Höxter) genutzt wurde. Vom 9. bis zum 12. Jahrhundert war der „Hellweg" („helwech" = lichter Weg) sogar Königsstraße (via regis). Alle 50 km entstanden Königshöfe (z. B. Dortmund, Soest, Paderborn) und dazwischen lagen ungefähr alle 15 km Etappenstationen wie Unna, Werl, Geseke, Erwitte, aus denen im 13. und 14. Jahrhundert Städte entstanden.

    Vom Dorf zur Stadt

    Um die 1032 zum ersten Mal erwähnte Kirche zu Unna – hier taucht auch der Name Unna erstmalig auf – entstand allmählich das Dorf Unna. Im Zuge der Auseinandersetzung um die Territorialherrschaft mit dem Kölner Erzbischof verlieh Graf Eberhard II. von der Mark Unna wegen seiner strategisch wichtigen Lage am Hellweg um 1290 das Stadtrecht. Die Unnaer Bürger konnten nun ihre Stadt mit einer starken Mauer und mit Wehrtürmen und Stadttoren sichern. Außerdem erhielten sie das Marktrecht, durften die niedere Gerichtsbarkeit ausüben und sich selbst verwalten. Die Handwerker und Kaufleute schlossen sich ab dem 15. Jahrhundert in Zünften zusammen, deren Mitglieder allesamt ratsfähig waren, d.h. nur sie hatten das aktive und passive Wahlrecht für den Rat. Und in Unna ließen die märkischen Grafen seit 1347 Münzen (silberne Pfennige, Vierlinge und Groschen) prägen, was auf einen regen Regional- und Fernhandel schließen läßt. Gehandelt wurden Getreide, Tuche, Vieh, Felle, Lebensmittel, Wolle, Eisenwaren, Wachs. Wichtige Exportgüter waren Getreide, Bier und Salz aus den Solquellen von Brockhausen (später Königsborn geheißen). Die Nähe zum Hellweg als Fernhandelsweg und Teil des hansischen Verkehrsnetzes war für den Unnaer Warenexport von großem Vorteil, zumal die Stadt ab 1469 - wie viele westfälische Orte - zur Städtehanse gehörte. Mancher Unnaer Bürger, der sich im Fern- und Nahhandel betätigte, wurde dadurch reich (siehe Goldschatzfund von Unna, um 1373 vergraben). Auch Gebäude wie Stadtkirche, Rathaus, Gilde- und Weinhaus, Krameramtshaus u.a. beweisen die Wohlhabenheit der Bürgerschaft.

    Schwere Zeiten

    Mitte des 16. Jahrhunderts ging die wirtschaftliche Blütezeit Unnas dem Ende entgegen. Geschuldet war dies sicherlich auch dem Niedergang des Hansebundes, der einsetzenden Glaubensspaltung im Zuge der Reformation (seit 1559 in Unna) und durch die Folgen verheerender Seuchen und kriegerischer Ereignisse. Auch der Hellweg wandelte sich zu dieser Zeit von einer Straße des Wohlstands zu einer Straße des Schreckens: 1597, als Philipp Nicolai Pfarrer an der Stadtkirche war, raffte die Pest etwa 1400 Einwohner (von gut 2500) Unnas hin. Kurze Zeit später wurde Unna mehrmals von ausländischen Söldnertruppen besetzt. Und seit 1618 verbreitete der Dreißigjährige Krieg Schrecken, Not und Elend in Unna durch Belagerung, Einquartierung und Kontributionen. Als dann auch noch 1673 Marschall Turenne Unna beschießen ließ und dadurch etwa 160 Häuser zerstört wurden, war der wirtschaftliche Tiefpunkt der Stadt erreicht. Bis ins 19. Jahrhundert hinein verharrte Unna auf dem Stand einer Ackerbürgerstadt mit etwa 2500 Einwohnern. Erst gut 200 Jahre später, mit Beginn der Industrialisierung, konnte der Niedergang überwunden werden.

    Die letzten 150 Jahre...

    der Stadtgeschichte sind bestimmt durch den Wandel Unnas von einer Ackerbürgerstadt zu einem Industriestandort. An wichtigen Rohstoffen gab es im Bereich Unnas vor allem Kohle und Salz. Seit dem Mittelalter (1389) wurde im Bereich des heutigen Königsborns Kochsalz aus Sole gewonnen. 1734 gründete der preußische Staat die „Saline Königsborn" und baute sie zur wichtigsten Saline in Westfalen aus. Hier wurde auch unter staatlicher Regie 1799 die erste Dampfmaschine („Feuermaschine") in den preußischen Westprovinzen zur Soleförderung in Betrieb genommen, noch vor dem Einsatz von Dampfmaschinen zur Wasserhaltung im Steinkohlebergbau! Durch den Ausbau des alten Hellwegs zur befestigten Straße ab 1788 bzw. 1817 (preußische Chaussee, heute Bundesstraße 1) und den Anschluß Unnas an das bergisch-märkische Eisenbahnnetz (1855) gelang die Anbindung Unnas an die neuen Ruhrgebietszentren. Doch der eigentliche Durchbruch der Industrialisierung erfolgte in Unna erst ab 1870. Motor für diese Entwicklung war vor allem der Steinkohlebergbau mit Schachtanlagen in Massen, Billmerich, Ringebrauck, Königsborn. Darüber hinaus siedelten sich Bergbauzulieferbetriebe, Fabriken für Maschinenbau und Metallverarbeitung, Ziegeleien, aber auch Brauereien an. Die Bevölkerung Unnas stieg in dieser Zeit von ungefähr 6000 (1860) auf 14912 Einwohner zur Jahrhundertwende. Diese durch den Bergbau geprägte Entwicklung endete in der Strukturkrise des Ruhrgebiets zu Beginn der 1960er Jahre. Seitdem unterliegt Unna dem Wandel vom Industriestandort zum Dienstleistungszentrum im
    Kreis Unna.

    (Quelle: Stadt-Homepage)



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