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    Stadtdaten


    Bundesland: Baden-Württemberg
    Regierungsbezirk: Karlsruhe
    Regionalverband: Rhein-Neckar-Odenwald
    Land
    Kreis:
    Rhein-Neckar-
    Kreis
    Gemeindeart: Große
    Kreisstadt
    Geografische Lage: 49° 23' N, 08° 34' O
    Höhe: 100 m ü. NN
    Fläche: 21,62 km²
    Einwohner: 22.542 (31. Dezember 2004)
    Bevölkerungsdichte: 1.043 Einwohner je km²
    Ausländeranteil: 16,4 %
    Postleitzahlen: 68701–68723 (alt: 6830)
    Telefonische Vorwahl: 06202
    Kfz-Kennzeichen: HD
    Gemeindeschlüssel: 08 2 26 084
    Stadtgliederung: 5 "Stadtgebiete"
    Adresse der Stadtverwaltung: Hebelstraße 1 68723 Schwetzingen

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    Stadt-Homepage - Internetauftritt der Stadt

    Geschichte der Stadt Schwetzingen


    Schwetzingen wurde erstmals 766 im Lorscher Codex, dem Urkundenbuch des Klosters Lorsch, urkundlich erwähnt. Die erste Ansiedlung von Menschen an diesem wohl damals schon attraktiven Ort datiert jedoch wesentlich weiter zurück.

    Im Schwetzinger Neubaugebiet Schälzig entdeckte man 1988 die Spuren eines der größten Bandkeramiker Friedhöfe in Südwestdeutschland . Mit dieser jungsteinzeitlichen Kultur siedelten sich hier vor mehr als 7.000 Jahren die ersten sesshaften, Ackerbau betreibenden Menschen an. Von nun an finden sich Zeugnisse vieler vor- und frühgeschichtlicher Kulturen, der keltischen Epoche, genauso wie der Zeit römischer Besatzung und des hier beheimateten germanischen Stammes der Neckarsueben. Die Gründung des Ortes datiert in die alemannisch-fränkische Periode, als, so nimmt man an, ein Mann namens "suezzo" sich mit seiner Sippe hier niederließ. Der ursprüngliche Ortsname "suezzingen" leitet sich hiervon ab.

    Schloss Schwetzingen, damals noch eine wehrhafte Wasserburg des Rittergeschlechtes der Erligheimer, wurde erstmals 1350 in einer Urkunde erwähnt. Elsbeth von Schonenberg räumte darin dem Pfalzgrafen Rudolf ein ständiges Wohnrecht in der "Veste" Schwetzingen ein. So gelangte das Schloss und die dazu gehörigen Besitztümer allmählich ganz in den Besitz der Kurpfalz. Die in Heidelberg residierenden Pfalzgrafen und späteren Kurfürsten der Pfalz kamen gerne und oft in das nah gelegene Schwetzingen, um in den wildreichen Forsten des Hardtwaldes zu jagen

    Wie fast die gesamte Kurpfalz wurde Schwetzingen sowohl im Dreißigjährigen Krieg als auch 1689 im Orléanischen Erbfolgekrieg fast völlig zerstört. Kurfürst Johann Wilhelm, dessen Wappen heute noch den Schlosseingang ziert, ließ das Schloss wieder aufbauen, das sein Nachfolger Carl Philipp zur Sommerresidenz erhob. Das goldene Zeitalter aber begann 1742 mit dem Regierungsantritt Carl Theodors. Die Anwesenheit des Hofstaates für mehrere Monate im Jahr und die Bauarbeiten im Schlossbereich belebten Wirtschaft und Handel. 1759 mit dem Marktrecht ausgestattet, wurde Schwetzingen zum Mittelpunkt der Region.

    Das ehemals kleine Bauerndorf änderte sein Gesicht. Um den neu angelegten Schlossplatz, der noch heute das Zentrum Schwetzingens prägt, und die Carl-Theodor-Straße als Verlängerung der Ost-Westachse des Schlossgartens, entwickelte sich Mitte des 18. Jahrhunderts die barocke "Neustatt", die die beiden mittelalterlichen Ortskerne des Ober- und Unterdorfes zusammenschloss.

    Das größte Bauvorhaben des 18. Jahrhunderts war die Anlage einer der schönsten Gärten Europas, des Schwetzinger Schlossgartens. In einer einzigartigen Symbiose schließt sich hier an den von Nicolas de Pigage geschaffenen streng geometrischen Barockgarten der von Ludwig von Sckell angelegte englische Landschaftsgarten an. Zahlreiche Bauwerke, wie der Tempel des Apoll oder die Moschee, zeugen vom aufgeklärten Gedankengut seines Herrschers.

    Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts fiel Schwetzingen dem Großherzogtum Baden zu. Zum Sitz und Mittelpunkt des neuen Amtsbezirkes Schwetzingen gewählt, erhielt der Ort durch zahlreiche Ämter, die teilweise heute noch bestehen, ein neues wirtschaftliches Standbein. Auch die Soldaten der Dragonergarnison prägten fortan das Straßenbild des 1833 durch Großherzog Leopold zur Stadt erhobenen Ortes.

    Eine fortschrittliche Landwirtschaft, die sich schon früh dem Anbau von Sonderkulturen zuwandte, erleichterten Schwetzingen den Einstieg in das industrielle Zeitalter. Während der Hopfenanbau bereits im 18. Jahrhundert zur Gründung zahlreicher kleinerer und größerer Brauereien führte, erlebte die tabakverarbeitende Industrie ihre Blüte gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Aus dem Spargelanbau entwickelte sich eine leistungsfähige Konservenindustrie. Mit dem Bau der Rheintalbahn 1870 wanderten viele dieser ersten Industrieen an den südlichen Ortsrand ab. Noch heute befindet sich hier östlich der Bahnlinie Schwetzingens größtes Gewerbegebiet entlang der Scheffelstraße. Gleichzeitig entstand ein neues Baugebiet, die sich Richtung Heidelberg ausdehnende Oststadt.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg, den Schwetzingen relativ unbeschadet überstanden hat, änderte sich die gewerbliche Struktur der Stadt. Statt der großen personalintensiven Betriebe des Sektors Nahrung und Genuss entwickelten sich leistungsfähige mittelständische Betriebe und ein starker Dienstleistungssektor, nicht zuletzt durch die touristische Attraktivität Schwetzingens.

    (Quelle: Stadt-Homepage)



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