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  • Stadt Kemnath

    Stadtdaten


    Bundesland: Bayern
    Regierungsbezirk: Oberpfalz
    Kreis: Tirschenreuth
    Einwohner: 5.433
    Fläche: 56 km²
    Höhe: 477 m ü. NN
    Postleitzahlen: 95478
    Telefonische Vorwahl: 09642
    Geografische Lage: 49° 52' n. B. 11° 53' ö. L.
    Kfz-Kennzeichen: TIR
    Gemeindeschlüssel: 09 3 77 129

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    Stadt-Homepage - Internetauftritt der Stadt

    Geschichte der Stadt Kemnath


    Die erste urkundliche Erwähnung Kemnaths erfolgte am 6. Juli 1008, als Kaiser Heinrich II. in Frankfurt unter anderem "Keminata" seinem 1007 gegründeten Bistum Bamberg schenkte. Diese Vorläufersiedlung lag als Fernstraßenknotenpunkt etwa 700 m nordwestlich außerhalb der heutigen Stadt in der Flur Altenkemnath. Wer die Ortsherren von Kemnath im Hochmittelalter waren, ist nicht genau auszumachen; vielfach werden die Grafen von Pettendorf-Lengenfeld-Hopfenohe genannt. Seit dem zweiten Jahrzehnt des 12. Jahrhunderts waren es die Leuchtenberger, die späteren Landgrafen, ab 1283 die bayerischen und ab 1329 die pfälzischen Wittelsbacher, bevor 1623/28 der Landstrich wieder unter die Herrschaft der bayerischen Wittelsbacher gelangte.

    Wegen der für die Marktanlage günstigeren Topographie verlegten wohl noch die Leuchtenberger diese Ursiedlung auf die inselartige Bodenerhebung des heutigen Stadtplatzes. Zwischen 1354 und 1375 wurde Kemnath zur einzigen Stadt des damaligen Landrichteramtes Waldeck-Kemnath erhoben. Umwehrt war Kemnath mit einem doppelten Mauerring, Rund- und Schalentürmen sowie zwei basteiartigen Vorwerken mit Zugbrücken. Teile dieser Stadtmauer wurden zwischenzeitlich saniert und zeugen von der einstigen Wehrhaftigkeit Kemnaths. Ab 1803 wurde der seichte Wassergraben um die Stadt trockengelegt und die Wehranlagen größtenteils demontiert.

    In der Barockzeit war die Kommune, wie bereits schon einmal um die Mitte des 15. Jahrhunderts zur Zeit der Erbauung der spätgotischen Stadtpfarrkirche, ein regionales Kunsthandwerkszentrum. Bekannt sind vor allem die Maler Sattler, Wild oder Weyh, die Kunstschreiner Eckmann, die Bildhauer Dorsch oder die Goldschmiede Zeillner, Mayer und Kutzer. Nicht vergessen werden darf dabei, dass das Armaturenwerk Fortschau bei Kemnath zwischen 1689 und 1801die einzige größere Fabrikationsstätte für Handfeuerwaffen der bayerischen Armee darstellte. Wertvolle Exponate aus dieser Zeit können heute im Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum in der Fronfeste, einem alten Gefängnis mit noch erhaltenen Zellen, Ketten und Holzpritschen besichtigt werden. Dort werden im Stadtarchiv auch Archivalien der Stadtgeschichte bis in das 14. Jahrhundert beherbergt.

    (Quelle: Stadt-Homepage)



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