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    Stadtdaten


    Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    Kreis: Rhein-Erft-
    Kreis
    Fläche: 51,173 km²
    Einwohner: 55.001 (31. Dezember 2004)
    Bevölkerungsdichte: 1.075 Einwohner je km²
    Höhe: 54,45-154,69 m ü. NN
    Postleitzahl: 50354
    Telefonische Vorwahl: 02233
    Geografische Lage: 50° 52' 39" n. Br., 6° 52' 34" ö. L.
    Kfz-Kennzeichen: BM

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    Geschichte der Stadt Hürth


    Die Stadt Hürth besteht aus folgenden historischen Siedlungen/Orten und heute noch bestehenden Stadtteilen: Alstädten, Alt-Hürth, Berrenrath, Burbach, Efferen, Fischenich, Gleuel, Hermülheim, Kalscheuren, Kendenich, Knapsack, Sielsdorf und Stotzheim. Bis 1975 gehörten auch die Burgen bzw. Güter und Wohnplätze Horbell und Bell zur Gemeinde Hürth.

    Altertum und Mittelalter
    Das Stadtgebiet war schon seit prähistorischer Zeit besiedelt. In römischer Zeit besaß es aus zwei Gründen besondere Bedeutung: einmal wurde es von der wichtigen Verbindungsstraße zwischen Köln und Trier, der heutigen Luxemburger Straße, durchzogen, in deren Bereich immer wieder römische Grabanlagen entdeckt werden. Zum anderen erfolgte die Wasserversorgung der Provinzhauptstadt Köln zunächst ausschließlich aus dem heutigen Stadtgebiet. Drei Wasserleitungsstränge aus dem Hürther, Burbacher und Gleueler Tal wurden im Bereich des Hermülheimer Burgparks zusammengefasst, von wo aus das Wasser in einer Sammelleitung nach Köln geführt wurde. Auch die etwa im 2. Jh. gebaute Eifelleitung wurde an den bestehenden Sammelpunkt in Hermülheim angeschlossen. Seit etwa dem Ende des 1. Jh. erfolgte der Bau von villae rusticae.

    Seit den 50er-Jahren wurden in Kendenich und vor allem in Efferen größere fränkische Reihengräberfelder aus dem 6. und 7. Jh. ausgegraben. Ende des 7. Jh. bedachten Hausmeier Pippin der Mittlere und seine Frau Plektrudis das von ihnen gegründete Kölner Frauenkloster St. Maria im Kapitol mit großen Ländereien in Efferen, Fischenich und Stotzheim mit der Folge, dass die Äbtissinnen bis zur Säkularisation in diesen Orten die Erb- und Grundherrschaft ausübten. Seit Ende des 9. Jh. werden die Hürther Stadtteile erstmals urkundlich erwähnt:

    Gleuel 898: König Zwentibold schenkt dem Stift Essen Saalhof und Kirche in Gloulo sowie Besitzungen in Selstena (Sielsdorf). Spätestens seit dem 12. Jh. übte das Kölner Domkapitel die Erb- und Grundherrschaft aus. Neben der Burganlage im Ort selbst (heutiger Barockbau inschriftlich auf 1632 datiert, in Teilen aber älter) gehörten zur Gleueler Herrschaft noch die Burgen in Aldenrath (1936 abgebrochen), Horbell (1975 nach Köln eingemeindet) und Schallmauer. Die Kirche ist dem Hl. Dionysius Areopagita geweiht.

    Berrenrath 922: Ebf. Hermann schenkt dem Kloster Gerresheim Saalhof und Länderein in Bairincrothe. Zu Berrenrath gehörte das 1233 gegründete Zisterzienserinnenkloster Mariabrunn, welches 1623 in Berrenrath eine dem Hl. Wendelinus geweihte Kapelle errichtete. Erst 1849/50 wurde Berrenrath kirchlich von Gleuel getrennt und zur selbstständigen Pfarrei erhoben.

    Kendenich 941: Das Cäcilienstift erhält von Ebf. Wichfrid den Zehnten des Herrenhofes zu Cantinich zugesprochen. Die Kirche unter dem Patrozinium Johannes' des Täufers bestand als Mutterkirche für Brühl, Vochem und Kierberg schon vor 1159. Die Burganlage wird erstmals im 13. Jh. erwähnt. Das heutige Barockschloss wurde 1664 errichtet und war langjährig im Besitz der Familien von Groote und von Kempis.

    Hermülheim 943: Als Villa Molinen in einer Urkunde der Abtei Prüm erwähnt. 1256 erwarb der Deutsche Orden die Burg mit Länderein und konnte in der Folgezeit seinen dortigen Besitz stetig ausweiten, was zur Umbenennung des Ortes in Herren-Mülheim führte. 1368 kam auch der Kalscheurener Hof hinzu. Die ursprünglich unmittelbar neben der Burg gelegene Kirche ist dem Hl. Severinus geweiht und daher als eine frühe Gründung, vielleicht aus der Mitte des 10. Jh,. zu werten.

    Hürth 1170: In einer Urkunde des Ebf. Philipp, in der eine Stiftung der Freifrau von Heinsberg bestätigt wird, wird der Zehnte von "Hurten" erwähnt. Möglicherweise in Zusammenhang mit der Herrschaft Heinsberg geriet Hürth im 12. Jh. an die Herrschaft Valkenburg und damit an Brabant und die - spanischen bzw. österreichischen - Niederlande. Die Valkenburgisch-Brabantische Herrschaft in Hürth wurde vom Kölner Ebf. jedoch nie anerkannt, was im 16. und 17. Jh. zu lang anhaltenden Prozessen vor dem Reichskammergericht führte.

    Efferen 1189: In einer Urkunde des Ebf. Philipp wird die Pfarre Efferen erwähnt. Die Burganlage ist seit dem 14. Jh. nachweisbar, sie spielte zeitweilig eine wichtige Rolle in der Auseinandersetzung der Stadt Köln, die sie ausbauen und befestigen ließ, mit dem Kölner Ebf. Der gotische Torturm ist das einzig erhaltene mittelalterliche Gebäude in der Stadt Hürth.

    Fischenich 1189: In einer weiteren Urkunde des Ebf. Philipp wird ein Otto de Viskenich als Zeuge genannt. Die Burg, teilweise aus Gussbetonblöcken der römischen Wasserleitung errichtet und die älteste erhaltene Anlage zwischen Köln und Bonn, wurde bereits im Truchsessischen Krieg 1584 zerstört und ist seitdem Ruine. Die ebenfalls seit dem 12. Jh. nachweisbare Pfarrkirche ist dem Hl. Martinus geweiht.

    Seit dem Ausgang des Mittelalters standen die territorialen Zugehörigkeiten dergestalt fest, dass Efferen, Fischenich und Stotzheim zu Jülich, Hürth zu Brabant und die übrigen Orte zum Kurfürstentum Köln gehörten, wobei Hermülheim als Besitz des Deutschen Ordens eine gewisse Sonderrolle einnahm.

    Franzosenzeit und Industrialisierung im 19. Jahrhundert
    1800 schufen die Franzosen die beiden Mairien Hürth (Canton Brühl) und Efferen (Canton Weiden). Die in preußischer Zeit aus den drei Gemeinden Efferen, Kriel und Stotzheim bestehende Bürgermeisterei Efferen verlor 1888 durch Eingemeindung von Kriel nach Köln den größten Teil ihres Gebietes.

    1859 erhielt die Bürgermeisterei Hürth in Kalscheuren einen Bahnanschluss. 1886 und 1891 wurden am Ostabhang der Ville bei Hermülheim und Kendenich die ersten Brikettfabriken errichtet. Seit 1890 siedelten sich um den Bahnhof Kalscheuren größere Industriebetriebe an, seit 1897 erfolgte die Industrieansiedlung auf dem bis dahin dicht bewaldeten Ville-Rücken. Die Bürgermeisterei Hürth wurde innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem Zentrum der Braunkohlen-, Chemie- und Elektroindustrie, vor allem die Orte Knapsack, Berrenrath, Gleuel und Kalscheuren entwickelten sich zu fast reinen Arbeiterwohnorten mit zum Teil großen Arbeiterkolonien. Die Bevölkerungszahl stieg in der Bürgermeisterei Hürth zwischen 1895 und 1930 von 8.600 auf 24.000 stark an. Insgesamt wurden fast 40 % des Stadtgebietes ausgekohlt. Der Höhepunkt der Braunkohlenförderung war 1955 erreicht, als 39 % der Gesamtförderung des Rheinischen Braunkohlenreviers auf die Gemeinde Hürth entfielen. 1902/03 entstanden in Gleuel die ersten Ortsgruppen der freien Bergarbeitergewerkschaft und der SPD im Rheinischen Revier.

    20. Jahrhundert
    In der Weimarer Republik war Hürth eine Hochburg der sozialistischen und kommunistischen Arbeiterbewegung, aber auch das katholische Zentrum verfügte über einen stabilen Wähleranteil von ca. 30 %. Die Nationalsozialisten waren schwach und stark unterrepräsentiert. 1930 wurden die sechs Einzelgemeinden Berrenrath, Fischenich, Gleuel, Hermülheim, Hürth und Kendenich zu einer "Großgemeinde Hürth" zusammengeschlossen, der 1933 noch die beiden Gemeinden Efferen und Stotzheim der Bürgermeisterei Efferen hinzugefügt wurden. In der Zeit des Nationalsozialismus erfolgte ein weiterer Ausbau vor allem der Braunkohlenindustrie. Die Ende 1932 46 Personen umfassende jüdische Gemeinde wurde durch Vertreibung und Ermordung vernichtet. Während des Krieges entwickelte die Gemeinde sich zu einem wichtigen Zentrum der Kriegsindustrie mit ca. 2.500 - 3.000 Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter/innen im Jahre 1944. Insbesondere die Orte Knapsack mit den dortigen Industrieanlagen und Efferen wurden stark zerstört.

    Die Nachkriegszeit ist durch einen erneuten starken Bevölkerungsanstieg auf inzwischen ca. 53.000 Einwohner gekennzeichnet. Die Chemieindustrie überflügelte die Braunkohlenindustrie in ihrer Bedeutung, 1988 wurde die Braunkohlenförderung im Stadtgebiet endgültig eingestellt. Die ehemaligen Braunkohlengruben wurden zu einem Teil in Badeseen und Wälder, ferner in landwirtschaftliche Flächen und am Stadtrand bei Knapsack in große Mülldeponien umgewandelt. Bei der kommunalen Neugliederung 1975 verlor die Gemeinde nur kleinere Gebiete im Kölner Grüngürtel sowie Horbell und Bell an die Stadt Köln. 1978 erfolgte die Erhebung zur Stadt. Dem allgemeinen Rückgang der Großindustrie seit den 80er-Jahren konnte die Stadt durch die Anlage neuer Gewerbegebiete, vor allem zwischen Efferen und Hermülheim, erfolgreich gegensteuern. 1991 wurden in leer stehenden Fabrikhallen in Kalscheuren die ersten Fernsehstudios eröffnet, seither hat die Stadt sich zu einem wichtigen Zentrum der Film- und Medienbranche entwickelt. Seit Mitte der 60er-Jahre wurde damit begonnen, zwischen Hermülheim und Alt-Hürth "auf der grünen Wiese" ein neues Stadtzentrum Hürth-Mitte mit verdichteter Wohnbebauung, Behörden, Kirchen und einem Einkaufszentrum zu schaffen. Hier entstanden 1985 auch ein neues Rat- und Bürgerhaus.

    (Quelle: Stadt-Homepage)



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