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  • Stadt Drensteinfurt

    Stadtdaten


    Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    Regierungsbezirk: Münster
    Kreis: Warendorf
    Fläche: 106,42 km² (30. Juni 2004)
    Einwohner: 15.043 (30. Juni 2004)
    Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner je km²
    Höhe: 64 m ü. NN
    Postleitzahl: 48317
    Telefonische Vorwahl: 02508
    Geografische Lage: 51° 47' n. Br. 07° 45' ö. L.
    Kfz-Kennzeichen: WAF
    Gemeindekennzahl: 05 5 70 016
    Stadtgliederung: 3 Stadtteile - Drensteinfurt - Walstedde - Rinkerode
    Adresse der Stadtverwaltung: Postfach 1260 48310 Drensteinfurt

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    Geschichte der Stadt Drensteinfurt


    Urkundlich wird Drensteinfurt erstmals in einer Handschrift zweier Mönche erwähnt, der zu entnehmen ist, daß die Reliquie des Märtyrers Alexander im Jahre 851 von Rom nach Wildeshausen verbracht wurde. So lautet es in der Handschrift: "Darauf kamen sie in den Dreingau zu dem Landsitz, der Stenvorde heißt". Der Name läßt auf eine mit Steinen ausgelegte Furt im sächsischen Dreingau schließen. Zweifelsohne ist damit jene Furt an der Werse bezeichnet, die bis ins 14. Jhd. der einzige Übergang auf dieser Route zwischen dem nördlichen und dem südlichen Münsterland war. Für die Menschen, die dort siedelten, wurde sie verkehrs- und handelsstrategisch bedeutsam.

    Die erste Ansiedlung war ein Oberhof, der Wittekind zugeordnet wird. Zusammen mit 17 Unterhöfen bildete er die Freiheit Drensteinfurt. Die Nachfolger Wittekinds schenkten dieses Rittergut dem Fürstbischof von Osnabrück, der in der Folge mehrere Rittergeschlechter damit belehnte. Um Kriegen zu trotzen, wurde das Wigbold Drensteinfurt - so war die damalige Bezeichnung für einen Flecken mit minderen Stadtrechten - seit dem 15. Jhd. mit Wällen und Gräben befestigt. Im Stadtgrundriß hebt sich dieser Befestigungsring immer noch deutlich von den Neubaugebieten ab. Viele Straßennamen verweisen heute auf Wälle und alte Stadttore.

    Zu Beginn des 18. Jhd. wurde der baufällig gewordene Rittersitz abgerissen. An Stelle des alten Haupthauses erbaute man nach Plänen des Baumeisters Friedrich von Corfey das neue "Haus Steinfurt" als repräsentative Schloßanlage an der Werse. Neben "Haus Steinfurt", seinem 1585 erbauten Renaissance-Torhaus und der dazugehörigen Wassermühle (1766), sind als Zeugen vergangener Zeiten Haus Venne in der Bauerschaft Mersch (1710), im Ortsteil Rinkerode Haus Borg (15./18. Jhd.) und das Torhaus des Hauses Bisping (1651) hervorzuheben. Als sakrale Bauwerke sind die Ortskirchen St. Regina in Drensteinfurt sowie die 1726 erbaute Loreto-Kapelle, St. Pankratius in Rinkerode und St. Lambertus in Walstedde zu nennen. Besonderes Schmuckstück des heutigen Stadtkerns von Drensteinfurt ist das 1975 restaurierte Fachwerkhaus der "Alten Post". Das Gebäude, das aus dem Jahr 1647 stammt, wird heute als Rat- und Bürgerhaus genutzt. Weiteres bedeutsames Baudenkmal ist die ehemalige Synagoge (1872). Seit ihrer Sanierung, die 1993 mit dem "Europa-Nostra-Preis" ausgezeichnet wurde, ist sie eine Kulturstätte mit erinnerndem und mahnendem Charakter.

    Während des Zweiten Weltkrieges wurden große Teile der Innenstadt Drensteinfurts durch Bombenangriffe zerstört. Nach dem Wiederaufbau des inneren Stadtkerns in den sechziger Jahren und durch die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in jüngster Zeit erfuhr Drensteinfurt eine städtebauliche Aufwertung. In den siebziger Jahren wurden die Verkehrsverhältnisse mit dem Bau einer Umgehungsstraße verbessert und weitere attraktive Neubaugebiete erschlossen. Mit Wirkung des Landesgesetzes vom 1. Juli 1969 vereinten sich Drensteinfurt-Stadt und -Kirchspiel mit Walstedde zur Stadt Drensteinfurt. Der
    Kreis Lüdinghausen wurde aufgelöst und Drensteinfurt dem
    Kreis Warendorf zugeordnet. Im Zuge einer kommunalen Neugliederung wurde schließlich Rinkerode am 1. Januar 1975 ein Stadtteil Drensteinfurts. Der Ortsteil Rinkerode hat besondere Erfolge im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" zu verzeichnen. Er ist bereits zwei Mal mit der Godmedaille ausgezeichnet worden. Letztmalig in diesem Jahr.

    Ackerbürgerschaft, Leinweberei und Bergbau
    Hauptsächlich mit der Ansiedlung von Ackerbürgern und Webern entwickelte sich im Mittelalter eine erste wirtschaftliche Infrastruktur rund um das Rittergut. Bald kamen Handwerksleute, Tagelöhner und Kaufleute hinzu. Die Folgen der Industriealisierung, Landflucht und Weberkrise machten auch vor Drensteinfurt keinen Halt. Als die Stadt 1848 eine eigene Bahnstation an der Linie Münster-Hamm erhielt, wechselten viele zum Bahndienst. Ein kurzer Aufschwung in der Plüschweberei 1898 wurde jedoch bald verdrängt vom Boom im Bergbau. Besonders Strontianit war für die Region um Drensteinfurt von wirtschaftlicher Bedeutung. Durch die Zuwanderung von Bergarbeitern und Arbeitsuchenden stieg in der Zeit von 1877 bis 1884 die Einwohnerzahl sprunghaft an. Erst 1930 wurde der mittlerweile unrentabel gewordene Strontianit-Abbau eingestellt. Den Aufschwung dieser Zeit dokumentiert die "Villa Schmidt" am Landsbergplatz, ehemals Sitz der Eigentümer der Firma Schmidt, Huppertz & Cie. Über der Eingangstür des Gebäudes, das u.a. von der Stadtverwaltung genutzt wird, sind noch die Insignien der Zunft, Schägel und Eisen, zu erken- nen. Der Wirtschaftsstandort Drensteinfurt ist heute wieder in Expansion begriffen. Deshalb wurden in jüngster Zeit neue Gewerbe- und Wohngebiete erschlossen.

    (Quelle: Stadt-Homepage)



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