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  • Stadt Donzdorf

    Stadtdaten


    Bundesland: Baden-Württemberg
    Regierungsbezirk: Stuttgart
    Land
    Kreis:
    Göppingen
    Geografische Lage: 49° 41' N, 09° 49' O
    Höhe: 334 - 571 m ü. NN
    Fläche: 39,82 km²
    Einwohner: 11.056 (31. Dezember 2004)
    Bevölkerungsdichte: 278 Einwohner je km²
    Ausländeranteil: 9,8 %
    Postleitzahl: 73072
    Telefonische Vorwahl: 07162
    Kfz-Kennzeichen: GP
    Gemeindeschlüssel: 08 1 17 015
    Adresse der Stadtverwaltung: Schloss 1 - 4 73072 Donzdorf

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    Geschichte der Stadt Donzdorf


    Im Jahr 1275 wurde Donzdorf in der Zehnsteuerliste der Diözese Konstanz, dem "liber decimationis", erstmals urkundlich erwähnt. Seine Gründung muss aber wesentlich früher erfolgt sein, denn im Jahr 1964 wurde ein alter Alamannenfriedhof freigelegt. Hundert Gräber mit teils sehr schönen Beigaben zwischen 600 und 700 n.Chr. wurden aufgedeckt. Die Tatsache, dass die sehr alte Kirche in Donzdorf St. Martin geweiht ist, deutet darauf hin, dass die Wiedergründung des Ortes durch die Franken erfolgte, welche die Alamannen in einer großen Schlacht, die nach der mündlichen Überlieferung in der Nähe von Donzdorf im Christental stattfand, besiegten. Die Entwicklung des Ortes wurde von den beiden Bergfesten Scharfenberg und Ramsberg wesentlich beeinflusst. Die jeweiligen Eigentümer dieser Burgen teilten sich auch die Herrschaft über den Ort, so dass er jahrhundertelang zweigeteilt war. 1806 fiel Donzdorf an Bayern und seit 1810 gehört es zu Württemberg.

    1309 wird schloss Scharfenberg als Sitz des Grafen Albrecht von Rechberg genannt. Der Name "derer von Rechberg" ist urkundlich schon um 1000 n. Chr. erwähnt. Bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts hatten die Grafen von Rechberg ihren Stammsitz auf Schloss Scharfenberg. Mitte der 60er Jahre des 16. Jahrhunderts ließ Hans von Rechberg das neue Schloss erbauen, das er 1568 bezog. Dieses Donzdorfer Schloss war bis 1991 Sitz der Gräflich von Rechberg'schen Standesherrschaft.

    Das im Renaissancestil errichtete Schloss ist ein rechteckiger, dreigeschossiger Steinbau, der an den Schmalseiten ein weiteres Geschoss besitzt. Die vier achteckigen, mit kupfernen Hauben bekrönten Ecktürme verleihen dem Bau sein charakteristisches Aussehen. Das Gräflich von Rechberg'sche Schloss enthält zahlreiche wertvolle Kunstgegenstände.

    Weitere historische Gebäude in Donzdorf sind die Pfarrkirche St. Martin, deren erste Gründung für das 8. Jahrhundert angenommen wird. Das heutige Kirchengebäude stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1777 völlig umgebaut. Besonders erwähnenswert sind herrliche Deckengemälde des Kirchenmalers Joseph Wannenmacher sowie zahlreiche kunsthistorisch interessante Grabmäler der Grafen von Rechberg.

    Bedeutsame Kulturdenkmale in Donzdorf sind auch die St.-Peter-Kapelle in Grünbach aus dem Jahr 1492, die St.Georg-Kapelle in Unterweckerstell aus dem 14. Jahrhundert, die Laurentius-Kapelle Hürbelsbach (Hürbelsbach war bereits 1275 als eigene Pfarrei erwähnt) sowie die Friedhofskapelle St. Barbara aus dem Jahr 1582.

    Der Barockbau des alten Rathauses in Donzdorf war ursprünglich ein Gasthaus und wurde im Jahre 1812 erbaut. Von 1851 bis 1870 war die St.-Vinzentius-Pflege untergebracht. Die St.-Vinzentius-Pflege ist eine Stiftung des Gräflich von Rechberg'schen Hauses, die heute noch eine Heimschule für Mädchen in Donzdorf unterhält. Im April 1883 wurde das Gebäude von der Gemeinde erworben und diente zugleich als Schulhaus und Rathaus, außerdem war auch die Postverwaltung lange hier untergebracht.

    Seit Ende 1996 wird das alte Rathaus von der Sozialstation St. Martinus genutzt. Das Gebäude wurde innen völlig neu gestaltet, um seiner neuen Aufgabe gerecht zu werden.

    Von Kriegen und Seuchen blieb Donzdorf im Lauf seiner Geschichte nicht verschont. 1519 kam das Schwäbische Bundesheer nach Donzdorf. Tiefe Wunden schlugen der Schmalkaldische und der Dreißigjährige Krieg. 700 Menschen wurden allein im Jahr 1634 von der Pest dahingerafft. Die Kriege 1870/71 und die beiden Weltkriege 1914/18 und 1939/45 forderten von Donzdorf einen hohen Blutzoll an Gefallenen und Vermissten; der Ort kam jedoch glücklicherweise ohne Zerstörung durch Kriegshandlungen oder Fliegerangriffe davon.

    Der Stadtteil Reichenbach u. R. liegt in einem Seitental, das vom Reichenbach, einem Nebenfluß der Lauter, durchflossen wird, am Osthang des Rehgebirges. Der Ort gehörte einst teils zu den rechbergischen Herrschaften Hohenrechberg, Ramsberg und Staufeneck, teils der helfensteinischen bzw. rechbergischen Herrschaft Scharfenberg. 1446 erwarben die Herren von Rechberg helfensteinische Lehengüter in Reichenbach u. R. In der Folgezeit teilte der Ort das Schicksal der Herrschaft Scharfenberg-Donzdorf und fiel 1806 an Bayern, 1810 an Württemberg und gehörte bis 1938 zum Oberamt Schwäbisch Gmünd. Von 1940 bis 1950 war Reichenbach u. R. nach Donzdorf eingemeindet.

    Die Pfarrkirche zum hl. Petrus wird erstmals im Jahr 1275 erwähnt. Das Patronat war stets rechbergisch. Während des Schwäbischen Städtekrieges, 1449, wurde der Ort größtenteils zerstört.

    Auf Markung Reichenbach u. R. liegt das Hofgut Ramsberg. Dieses wird 1263 bzw. 1270 erstmals erwähnt. Aus dieser Zeit stammt noch die kreuzrippengewölbe Tyrnitz, der einstige Aufenthaltsort der Burgmannschaft. Sehenswert ist auch die Schlosskapelle St. Martin (ehemals St. Margarete). Sie steht in der spätgotischen Formüberlieferung und wurde 1966/67 nach einem Brand wiederhergestellt. Die Weihe der Kirche erfolgte - nach dem Umbau - im Jahr 1616. Zwischen 1529 und 1809 wechselte das Gut Ramsberg nicht weniger als fünfmal den Besitzer. 1809 wurde es wieder rechbergisch und blieb es bis 1971. Heute ist es in Privatbesitz.

    Zur Markung des Stadtteils gehören außerdem über zwanzig Höfe auf dem Rehgerbirge.

    Reichenbach u. R. wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1974 nach Donzdorf eingegliedert.

    Der Stadtteil Winzingen liegt im Grenzberich der Land
    Kreise Göppingen und Ostalb
    Kreis. Im Osten wie im Westen wird das Winzinger Tal von bewaldeten Höhen umgeben.

    Winzingen wir im Jahr 1275 erstmals urkundlich erwähnt. An der Stelle des Schlosses stand im Mittelalter die Burg der 1307 bis 1369 bezeugten Niederadelsfamilie "von Winzingen". Bis 1599 gehörte der Ort der rechbergischen Linie Staufeneck, dann vorübergehend dem ulmischen Hauptmann Berchthold von Roth, der vergeblich mit Gewalt die Reformation einführen wollte. An ihn knüpfen sich heute noch eine Reihe von Sagen. Nach seinem Tod erwarben 1621 die Herren von Bubenhofen auf Ramsberg den Ort. In dem zu Beginn des 17. Jahrhunderts von Roth errichteten Schloss befand sich 1806 der vom Ramsberg dorthin verlegte bubenhofische Amtssitz. 1824 kauften sich die Grafen von Rechberg das Gut. Von 1806 bis 1810 gehörte Winzingen zum Oberamt Schwäbisch Gmünd. Von 1940 bis 1950 war es nach Donzdorf eingemeindet. Die im Jahr 1275 erstmals genannte Pfarrkirche stand ursprünglich unter dem seltenen Patrozinium der hl. Maria und des hl. Gallus. Der 1662 bis 1696 erstellte Neubau ist dem hl. Sebastian und dem hl. Rochus geweiht.

    Im Zuge der Gemeindereform wurde Winzingen zum 1. Januar 1975 nach Donzdorf eingegliedert.

    (Quelle: Stadt-Homepage)



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