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  • Stadt Bad Soden am Taunus

    Stadtdaten


    Bundesland: Hessen
    Regierungsbezirk: Darmstadt
    Kreis: Main-Taunus-
    Kreis
    Fläche: 12,55 km²
    Einwohner: 21.197 (31. Dezember 2004)
    Bevölkerungsdichte: 1689 Einwohner/km²
    Höhe: 130 bis 385 m ü. NN
    Postleitzahl: 65812
    Telefonische Vorwahl: 06196, 06174
    Geografische Lage: 50° 08' n. Br. 08° 30' ö. L.
    Kfz-Kennzeichen: MTK
    Gemeindeschlüssel: 06436001 Stadtgebietsgliederung: 3 Stadtteile: Bad Soden Neuenhain Altenhain
    Adresse der Stadtverwaltung: Königsteiner Str. 73 65812 Bad Soden am Taunus

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    Geschichte der Stadt Bad Soden


    Stolz trägt die Stadt Bad Soden am Taunus einen golden beringten Reichsapfel in ihrem Wappen und wirbt mit ihrer Quelle der Gesundheit. Sodens Stadtgeschichte ist relativ jung. Die Urkunde, mit der die Hessische Landesregierung das Heilbad am Taunus mit den Stadtrechten gekürt hat, wurde erst am 27.06.1947 ausgestellt. Das Prädikat "Bad" hingegen darf die Kommune bereits seit dem 29.04.1922 tragen. Als die Kurstadt im Zuge der Gebietsreform Anfang 1977 ihre Grenzen ausdehnte, kamen die eigenständigen Gemeinden Altenhain und Neuenhain als Stadtteile hinzu. Das bedeutete für die Stadtoberen nicht nur eitel Sonnenschein. Schauten doch fortan 1.534 Altenhainer und 5.935 Neuenhainer den 10.346 Kernstädtern genauestens mit auf die Finger. Und die Hänseleien zwischen den "Geeleriewen" aus Neuenhain, den "Wuzzercher" aus Altenhain und den Kurstädtern "da unne" finden jedes Jahr in den Büttenreden während der Faschingszeit ihren Höhepunkt. Heute leben auf Sodener Gemarkung gut 21.000 Menschen aus 90 verschiedenen Nationen.

    Der rote Reichsapfel auf blauem Grund hat natürlich seine tiefere Bedeutung. Schließlich konnte sich Soden bis 1803 als freies Reichsdorf behaupten. Als Folge des Reichsdeputationshauptschlusses wurde es dem Fürstentum Nassau-Usingen zugeschlagen, das 1806 im Herzogtum Nassau aufging. 60 Jahre später wurde Nassau und damit auch Soden nach dem verlorenen Krieg an der Seite Österreichs ein Teil des preußischen Staates. Die eigentlichen Wurzeln Sodens und Neuenhains können bis ins Jahr 1191 nachgewiesen werden. In einem Schutzbrief des Erzbischofs von Mainz werden beide Dörfer erwähnt. Nur 40 Jahre später, im Jahre 1232, taucht Altenhain in den Lehensverzeichnissen der Herren von Eppstein zum ersten Mal auf. Eine Ansiedlung auf diesem Gebiet dürfte es auch 1191 schon gegeben haben. Von Krieg und Zerstörung, Wiederaufbau und mehrfachem Konfessionswechsel wird die Geschichte der drei Dörfer von nun an geprägt.

    Die Quellen, die aus dem unterirdischen Gestein des Taunusgebirges austreten und ihr hoher Salzgehalt, sollten für die Entwicklung Sodens eine schicksalhafte Rolle spielen. Im Jahre 1437 überließ nämlich Kaiser Sigismund den Frankfurtern die Sodener Salzquellen und legte damit den Grundstein für einen wichtigen Wirtschaftszweig. Im Jahre 1605 errichteten die Gebrüder Geiß aus Kassel im Dorf Soden eine Saline, die zu Anfang einigermaßen rentabel arbeitete. Nachdem Siedhaus und Gradierwerk jedoch mehrfach den Besitzer wechselten, wurde die Salzgewinnung nach einem Brand im Jahr 1812 eingestellt. Das tat dem Kurleben in Soden aber keinen Abbruch. Denn parallel zur Salzgewinnung hatte sich die gesundheitsfördernde Wirkung der Mineralquellen herumgesprochen. Als der Frankfurter Arzt Johann Bernhard Gladbach im Jahre 1701 den "Sodener warmen Gesundbrunnen (Milchbrunnen)" wiederentdeckte und in einem kleinen Büchlein Werbung für die Heilwirkung des Wassers machte, läutete er 300 Jahre Kurgeschichte ein.

    Zu Beginn des 18. Jahrhunderts waren es nicht mehr als 30 Kurgäste jährlich, die den Weg nach Soden fanden. Gut betuchte Frankfurter zumeist. Der spätere "Frankfurter Hof", das erste Kur- und Badehaus, wurde 1722 von Johann Georg Wartenberg, dem Verwalter der Saline, erbaut. Mit Riesenschritten ging es erst im 19. Jahrhundert voran, als 1822 erste Teile des Alten Kurparks angelegt wurden. Fünf Jahre vorher hatte der Bau der Landstraße von Höchst nach Königstein dem Dorf Soden den nötigen Impuls gegeben. Und die verkehrsmäßige Anbindung an Frankfurt wurde im Jahre 1847 gekrönt, als die Eisenbahnstrecke nach Höchst eröffnet wurde. Zwei Jahre später wurde an der Königsteiner Straße das neue Kurhaus "in gefälligem Schweizerstyle" eingeweiht. Und auch eine Straßenbeleuchtung konnte der Kurort bereits 1893 seinen illustren Badegästen bieten. Die Liste der Kurgäste beschränkte sich schon lange nicht mehr auf Musiker und Literaten aus deutschen Landen. Das Jahr 1860 wurde das große "Russenjahr" genannt, angeführt von Iwan Turgenjew über die Brüder Leo und Nikolai Tolstoi bis hin zu Peter Tschaikowsky gab sich die russische Intelligenz in Soden ein Stelldichein.

    Der Erste Weltkrieg und die elfjährige französische Besatzung brachten den Kurbetrieb fast zum Erliegen. Ebenso wie die grauenhaften Auswirkungen des Dritten Reiches nicht spurlos an Bad Soden am Taunus vorübergingen. Am 10.11.1938 wurden jüdische Einwohner vertrieben sowie deren Häuser verwüstet. Die jüdische Synagoge wurde vernichtet und die jüdische Kuranstalt niedergebrannt. Selbst vor dem jüdischen Friedhof machten die Gewalttäter nicht Halt.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es ein ständiges "Auf und Ab" im Sodener Kurbetrieb. Heute sind die Stadtväter dabei, nachdem sich das Zeitalter der klassischen Kur dem Ende zuneigt, Bad Soden am Taunus das Gesicht eines modernen Gesundheitsstandorts zu geben. Die Voraussetzungen könnten besser nicht sein. Das milde Klima an den Südausläufern des Taunus, die gepflegten Kurparks im Zentrum der Stadt, dazu alte Kurvillen, moderne Geschäfte, Hotels und Feinschmecker-Restaurants sowie ein kulturelles Angebot, das Sommer wie Winter für Leben sorgt.

    (Quelle: Stadt-Homepage)



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